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 Glücksgefühle

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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   So Jul 04, 2010 7:04 pm

Kapitel 14

Als Marie fertig war, ging sie auf ihr Zimmer, holte sich eine Packung Toffifee und verdrückte die alle.
Das ist also Frustessen. Hätte nie gedacht, dass ich so tief sinken würde.
Sie schaute aus dem Fenster. Kinder spielten im Garten und lachten. Die Sonne stand immer noch hoch am Himmel. Am liebsten würde sie mit David etwas unternehmen.
Zwei Tage noch, dann bist du wieder bei mir,dachte sie sehnsüchtig. Irgendwo unten in der Diele klingelte das Telefon. Für sie konnte es nicht sein. Sie hatte sich jahrelang von allen abgekapselt, also wer sollte sie jetzt noch beachten? Polternde Schritte waren zu hören. Es war Anton, der abhob. Kurze Zeit später klopfte es an ihrer Tür und Anton lugte herein.
"Ich möchte mit Flo noch in den Park, er hat eben angerufen. Ich komme um 19 Uhr wieder. Ist es okay?", fragte er.
"Mach nur", erwiderte sie gedankenverloren.
Jetzt fragte er sie sogar schon um Erlaubnis. Sonst wäre es die Mutter gewesen, die ihr Einverständnis gab.
Er muss wohl gemerkt haben, dass Mama nicht ansprechbar ist, dachte sie. Schlauer Bursche.
Die Haustür fiel krachend zu und es wurde wieder still. Marie blieb eine halbe Stunde regungslos sitzen, bis sie es nicht mehr aushielt und ebenfalls das Haus verließ.

In der Hoffnung, ihre Kunstlehrerin über den Weg zu laufen, ging sie in die Stadt.
Sie hielt überall Ausschau, doch fand Frau Rosenthal nicht.
Wieso mache ich mir überhaupt die Mühe? Sie schüttelte den Kopf und beschloss, sich ein wenig in den Läden umzugucken. Sie brauchte dringend neue Klamotten, ihre Lieblingsjeans war unten schon vollkommen ausgefranst.
Also ging sie zu Lollipop, ein Klamottenladen, der sich ausschließlich an die jungen Leuten orientiert ist. Die Inneneinrichtig war sehr schick. In der Mitte waren drei Mannequinns aus Plastik, die die neueste Mode trugen, rechts davon hingen die Hosen und links die Oberteile; weiter hinten befindet sich die Dessous-Abteilung. Eine Wendeltreppe in der linken Ecke führte nach oben zu den Schuhen und den Klamotten für Männer. Marie ging zu den Ständern mit Röhrenjeans und suchte sich ihre passende Größe aus, als sie hinter sich kichernde Geräusche wahrnahm. Sie drehte sich um und stöhnte innerlich.
Bitte lieber Gott, tu mir das nicht an. Lass es nicht wahr werden.
Vor ihr standen Nina, Jenny und Brianna, die Zicken die sie heute morgen auf dem Schulweg getroffen hatte.
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   So Jul 04, 2010 7:07 pm

Kapitel 15

Marie zählte innerlich bis zehn und fragte schließlich genervt: "Was wollt ihr?"
Die drei Mädchen hatten alle einen Haufen von Klamotten in der Hand und waren wohl auf dem Weg zur Umkleide. Brianna hatte ihre Dior-Sonnenbrille an ihren Haaren hochgesteckt, während die Thomas-Sabo-Armbandketten von Nina und Jenny auffällig an deren Handgelenken baumelten.
Euren verdammten Luxus braucht ihr nicht zur Schau zu stellen, dachte Marie grimmig und wollte sie allesamt erwürgen.
Nina und Jenny kicherten hinter vorgehaltene Händen und Brianne strich sich ihre beneidenswerten rote Haare glatt. "Na wen haben wir denn da? Ist das nicht unser Mauerblümchen, dass heute Morgen die Schule geschwänzt hat?" Sie sah Marie abschätzend an und lächelte kühl. Und natürlich mussten auch Jenny und Nina ihren Senf dazugeben.
"Sie hat wohl Muffensausen und hat wohl gekniffen. Sei froh, dass wir dich nicht verpetzt haben."
"Ich frage mich, wie eine wie dich David rumgekriegt hat. Ich meine, so toll bist du nun auch wieder nicht. Was hast du ihn denn versprochen, damit er so lange bei dir bleibt?"
Dann fingen sie alle gleichzetig an zu lachen.
Marie presste ihre Lippen aufeinander und fühlte sich mit einem Mal wie ein hilfloser Trampel.
Sie umklammerte die ausgesuchte Jeans so fest, dass ihre Fingerknöchel weiß wurden.
Nina zog ihren Pailettengürtel zurecht und Jenny und Brianna sahen Marie auffordern an.
"Nun? Hast du uns nicht etwas zu sagen?"
Jetzt reicht es aber! Marie sah sie mit kühler Desinteresse an.
"Ja habe ich. Und zwar, dass eure Extensions ziemlich scheußlich sind. Ich frage mich, bei welchem Friseur ihr wart. Das ist ein fetter Fall für die Modepolizei." Das war doch mal richtig gut und sie fühlte sich besser. Brianna, Nina und Jenny fielen die Kinnladen herunter. Anscheinend wurde mit ihnen noch nie so geredet. Marie genoss es und lächelte triumphierend.
"Also wenn ihr mich bitte entschuldigt, ich habe nicht ewig Zeit." Sie nickte knapp und ging zur Kasse.
Erst als sie bezahlt hatte, fand Nina als erste die Sprache wieder.
"Du...du verdammtest Biest! So leicht kommst du uns nicht davon! Die Jeans passt dir eh nicht. Darin siehst du bestimmt fett aus!", schrie sie wütend und eine Verkäuferin bat sie, leiser zu sein.
Marie grinste immer noch, als sie den Laden verlassen hatte.
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mo Jul 05, 2010 4:35 pm

Kapitel 16

Am nächsten Tag war Marie Gesprächsthema Nummer 1. Anscheinend waren in dem Laden welche aus ihrer Schule gewesen, denn fast alle wussten, was passierte. Und Brianna, Jenny und Nina würden es niemals von sich aus erzählen, wie sie blamiert wurden.
Marie betrat den Schulkorridor und einige Mitschüler lächelten sie zu. Sogar Jannik klopfte ihr auf die Schulter, als er an ihr vorbeiging. "Hey, hast ne echt geile Show im Lollipop geliefert. Sina aus meiner Klasse hat es mitverfolgt. Deren Gesichter hätte ich zu gern gesehen. Der Hammer ey!" Marie starrte ihn überrascht an. Vor gar nicht zu langer Zeit hatte er sie im Park blöd angemacht und auf einmal war er auf ihrer Seite? Wow, wer hätte das gedacht, dass ich ein mal vom Bad Boy himself gelobt werden.
Mit einem Schlag wurde Marie nicht wie Luft behandelt und während sie auf ihren Klassenraum zusteuerte, bekam sie von allen Seiten annerkennende Kommentare.
"Mann, hätte nie gedacht, dass du dich denen stellen würdest."
"Respekt, Respekt, meine Liebe."
"Ey, sag bloß, du hast die Modepuppen gestern die Schnauze poliert. Wie geil ist das denn?"
So ging es immer weiter; Marie lächelte nur und antwortete auf Fragen bis der Lehrer reinkam und um Ruhe bat.
"Verdammt noch mal! Habt ihr Bohnen in den Ohren? Ich steh seit 10 Minuten hier! Die anderen sofort in ihre Unterrichtsräume, aber pronto!"
Herr Moritz hatte eine sehr laute Stimme und wenn er schrie, musste man sich die Ohren zuhalten, da es ziemlich unangenehm war.
"Na geht doch. Mit meiner Stimme sollte ich Opernsänger werden, als euch Unruhestifter zu unterrichten. Jetzt schlagt Seite 120 auf, wir machen weiter mit dem Marshallplan."

In der Pause konnte Marie Brianna und ihre Freundinnen nicht entdecken. Im Unterricht waren sie auch nicht gewesen.
Anscheinend habe ich sie ziemlich getroffen, dachte sie und lächelte, als sie hinter hinter sich einen Tumult bemerkte. Sie drehte sich um und wenn man vom Teufel sprach....
Die drei Zicken gingen würdevoll an den gaffenden Schülern vorbei. Sie trugen alle hohe Stiefeln, stylische Klamotten und waren dick geschminkt.
Tja, eure Blamage kann man aber nicht wegschminken, dachte Marie und drehte sich um.

Nach der Schule wurde Marie von den dreien vor dem Schuleingang abgepasst.
Nina hatte vor Zorn eine Falte an der Stirn, Jenny und Brianna waren rot im Gesicht und die Adern traten ihnen hervor.
Brianna packte Marie grob an der Schulter an und war nur ein paar Zentimeter von ihr entfernt.
"Das werden wir dir heimzahlen, du fette Kuh! Wag es noch einmal wieder und ich werde dir nichts mehr garantieren. Das schwör ich ich dir!", zischte Brianna wütend und ließ Marie abrupt los.
Sie wandte sich an ihre Freundinnen und sagte: "Kommt, Mädels. Lasst uns gehen. Ich muss mir unbedingt meine Hände waschen. Ich kann nicht glauben, dass ich solchen Abschaum angefasst habe." Sie kicherten und gingen fort.
Marie sah ihnen fassungslos hinterher.
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Fr Jul 16, 2010 1:15 pm

Kapitel 17

Marie konnte nicht glauben, was sie da gehört hatte.
Sie schüttelte den Kopf.
Als ob ich Angst vor euch hätte!, dachte sie grimmig.
Okay, vielleicht doch ein bisschen. Aber nur an Anfang. Wenn sie die Zicken schon gestern erfolgreich bloßgestellt hatte, dann würde sie es diesmal auch schaffen.
Dann ging sie nach Hause.

Daheim machte sie einen Gratin und aß mit Anton. Sie sprachen nicht viel; Anton war schnell aufgestanden und verdrückte sich in seinen Zimmer.
Während sie den Abwasch machte, überlegte sie sich, ob ihre Mutter etwas von dem Rest haben wollte, aber schüttelte diesen Gedanken wieder weg.
Die Mutter war auch heute nicht aus ihrem Zimmer herausgekommen. Sie fragte sich, wie ihre Mutter ohne Essen auskommen konnte.
Vielleicht war sie doch mal kurz in der Küche gewesen, als wir nicht da waren.
Sie ging in ihr Zimmer und machte sich an ihren Hausaufgaben.


"Verdammt, ich bin spät dran! Anton, vergiss deine Schlüssel nicht, wenn du aus dem Haus gehst. Ich komme heute später."
Während Marie sprach, zog sie sich hastig ihre Schuhe an und suchte ihr Handy.
Gestern war sie ziemlich spät ins Bett gegangen, da sie noch eine Weile im Internet gesurft hatte. Sie wollte wissen, ob das Verhalten ihrer Mutter normal war nach einer Trennung. Leider fand sie nicht viel darüber. Die meisten sind zwar traurig, was ja auch logisch war, aber sich den ganzen Tag im Bett zu verkriechen und die Kinder wie den letzten Dreck zu behandeln, war nirgendswo zu lesen. Vielmehr aß man aus Frust, weint oder versucht, um die Beziehung bzw. um die Ehe zu kämpfen. Bei Maries Mutter war alles nicht der Fall gewesen.
Sie schaute auf die Uhr.
"Hörst du, Anton? Wenn du die Schlüssel vergisst, muss du wohl für ein paar Stunden draußen hocken."
Anton hatte heute zur 2. Stunde und war noch oben im Zimmer.
"Jaja, keine Sorge. Mama ist doch eh da."
Selbst wenn, sie macht dir eh nicht auf. Sie interessiert sich nicht mal für Umfeld, geschweige denn für uns.
Doch Marie verkniff ich ein Kommentar und rannte zur Schule.
Danach wollte sie David besuchen. Er würde mit seiner Klasse am Nachmittag von der Klassenfahrt wieder zurück sein. Sie freute sich schon darauf, ihn zu sehen.
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