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 Glücksgefühle

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Vicky Donovan
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BeitragThema: Glücksgefühle   Sa Jun 05, 2010 3:16 pm

Meine Story handelt nicht von Vampiren, sondern um ganz normale Leute xD

Handlung: Maries Leben veränderte sich abrupt, seit sich ihre Eltern dazu entschlossen haben, sich scheiden zu lassen. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder zusammen. Als wäre es nicht schon schlimm genug, trennt sich auch noch ihr langjähriger Freund David von ihr. Dabei ist er ihr Fels in der Brandung gewesen. Marie ist am Boden zerstört. Keiner versteht sie. Die Mutter badet in Selbstmitleid und beachtet sie kaum, der Ex fängt was mit ihrer Rivalin an; sie hat das Gefühl zu ersticken. Bis sie eines Tages Lucas trifft.....

Personen:
Marie, 17 Jahre
Lucas, 19 Jahre

Kann sein, dass ich ab und zu Grammatikfehler mache, also bitte nicht so streng mit mir umgehen Very Happy
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Sa Jun 05, 2010 3:17 pm

Kapitel 1

Marie lag auf dem Bett und starrte sehnsüchtig auf ihr Handy.
Sie wartete darauf, dass David ihr endlich schrieb.
Warum meldet er sich nicht?, dachte sie frustriert.
Dabei hatte er ihr versprochen, ihr Trost zu spenden. Er müsste doch wissen, wie es ihr in dem Augenblick ging. Er war der Einzige, den sie vertraute.
David und Marie kannten sich schon als kleine Kinder. Ihre Eltern waren Freunde gewesen, dadurch entstand ihre Freundschaft. Sie waren beste Freunde; es reichte, wenn der eine beim anderen war. Marie hatte sich daher nicht sonderlich um neue Kontakte bemüht.
Warum denn auch? David reichte ihr vollkommen.
Mit 14 kamen die beiden zusammen, seitdem waren sie sich noch näher, als es schon davor war.
Mit David konnte Marie über alles reden. Er hatte immer ein offenes Ohr für sie.
Daher wusste er auch, dass ihre Eltern sich scheiden lassen wollten.
Sie hatte alles versucht, damit es nicht dazu kam, doch es war sinnlos. Heute morgen hatte sie versucht, ihren Vater umzustimmen, aber er blieb bei seinem Auszug. All seine Sachen standen schon im Flur. Ihre Mutter lag im Bett und weinte leise.
"Es tut mir leid, meine Liebe, aber da ist nichts mehr zu machen. Das mit deiner Mutter und mir lässt sich nicht mehr retten. Wir sind uns leid."
Er tätschelte ihr Kopf und mit diesen Worten verschwand er endgültig aus dem Haus. Aus ihrem Leben.

Marie seufzte auf.
"Soll ich ihn dann anrufen? Ich halte es nicht mehr aus."
Sie stand auf, holte ihr Handy und tippte seine Nummer.
Es klingelte lange, doch niemand hob ab.
Ihr wollten die Tränen kommen.
"Warum nur? Warum lässt du mich allein, David? Ich bin so hilflos ohne dich", schniefte sie.
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Lily Wolfe
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Sa Jun 05, 2010 4:02 pm

Schonmal ein sehr guter Anfang, Vicki Und zu deiner Aufmunterung, ich hab hier noch keine großen Grammatikfehler gefunden Wink

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Sa Jun 05, 2010 4:49 pm

okay, das ist gut =)
freut mich, dass es dir gefallen hat Wink
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mo Jun 07, 2010 8:21 pm

Kapitel 2

Marie lag noch eine Weile im Bett. Sie überlegte, ob sie David einen Besuch abstatten soll. Doch dann würde er ja denken, wie wäre eine Klette.
Ständig jammerte sie ihn voll über ihre Familie.
Nein, es ist besser, wenn ich ihn nicht noch mehr damit belaste.
Sie wollte ein Nickerchen machen, um alles für eine kurze Zeit zu vergessen.
Doch die Tür zu ihrem Zimmer wurde laut und heftig aufgestoßen.
Ihr 8-jähriger Bruder Anton. Na super, dass hatte ihr noch gefehlt. Sie wollte nicht mit ihm spielen. Er sollte sie in Ruhe lassen.
Sie richtete sich auf und rief wütend: "Verdammt noch mal, Anton! Siehst du nicht, wie scheiße es mir geht? Lass mich doch wenigstens ein mal in Ruhe!"
Ihr Bruder starrte sie erschrockend an. Dann fing er an zu weinen.
Marie fluchte. Sie hatte nicht mit dieser Reaktion gerechnet.
Anton, war noch so klein, natürlich wusste er nicht, was sich zurzeit bei ihnen zu Hause abspielte. Kinder machten sich um nichts Sorgen.
Es tat ihr leid, dass sie ihn angeschnauzt hatte.
Sie stand auf, ging zu ihm und umarmte ihn.
"Hey, es tut mir leid, Kleiner. Ich hab es nicht so gemeint", flüsterte sie.
Er drückte sich fest an sie und schluchzte.
"Na komm, was möchtest du denn spielen?", fragte sie versöhnlich.
Doch er schüttelte nur den Kopf und sah sie tränenüberströmt an.
"Was ist denn los, hm? Wollen wir zusammen etwas kochen?"
"Papa....wo ist Papa? Warum weint Mama? Ich versteh es einfach nicht", antwortete er traurig.
Marie erschrak.
Wie konnte sie einfach so annehmen, dass er von nichts Bescheid wusste.
So klein war er nun auch wieder nicht.
Sie biss sich auf die Lippen.
"Ich kann ihm unmöglich die Wahrheit sagen", dachte sie.
Stattdessen sagte sie fröhlich: " Komm, ich mache dir etwas zu essen, ja? Dann kann ich dir alles weitere erzählen."
Er nickte schließlich und gemeinsam gingen sie in die Küche.
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Lily Wolfe
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mo Jun 07, 2010 10:14 pm

süß, wie sich Marie um ihren kleinen Bruder kümmert
Schreib ruhig weiter

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Di Jun 08, 2010 2:05 pm

danke Wink

Kapitel 3

In der Küche saß Anton auf dem Stuhl und wartete auf das Essen. Marie hatte Spaghetti mit Tomatensoße gemacht.
"Holst du bitte die Teller und die Gabeln raus?", bat sie ihren Bruder.
Dann saßen sie sich gegenüber und aßen schweigend. Die Stille war unagenehm. Sonst war es immer laut gewesen, wenn Anton dabei war. Das war nichts ungewöhnliches.
Doch seit heute morgen hatte sich ihre Welt verändert. Wenn nicht eher untergegangen.
"Also? Erzählst du es mir jetzt?", fragte Anton in dem Augenblick.
"Ähm, was?", fragte sie. Sie war noch in Gedanken.
"Na, warum Papa weg ist und Mama weint."
Sie atmete tief durch. Während sie gekocht hatte, entschied sie sich, ihn die halbe Wahrheit zu erzählen.
"Okay, Kleiner. Papa ist im Urlaub. Er und Mama verstehe sich nicht mehr so gut und Papa braucht erstmal etwas Ruhe", antwortete sie.
Anton machte große Augen. "Echt? Wohin ist Papa denn? Warum hat er nichts davon gesagt? Und warum weint Mama? Sie vertragen sich doch wieder oder?"
Verdammt, er war doch nicht so blöd wie sie dachte.
"Nun ja", meinte sie zögernd, " es kam eben ganz plötzlich und Papa ist in äh....in Mallorca. Mama weint, weil sie Papa vermisst. Natürlich, werden sie sich wieder vertragen."
Schlechter ging´s wohl nicht. Mallorca? Sich wieder vetragen? Ha, schön wär´s. Wenn sie weiter Märchen erzählte, würde sie es am Ende vielleicht doch glauben, dass heute Morgen nur ein Scherz war. Aber dass ihre Mutter ihn vermisste, war nicht gelogen.
Anton nickte vor sich hin.
"Okay, dann verstehe ich es."
Marie lächelte ihn an. "Das ist schön."

Nachdem sie den Abwasch gemacht hatte und Anton auf sein Zimmer war, ging sie rüber zu ihrer Mutter. Sie lauschte an der Tür. Es war alles still. Behutsam machte sie die Tür einen Spalt auf und schlüpfte hinein. Sie machte sich Sorgen, dass ihre Mutter schon den ganzen Tag im Bett lag und nichts gegessen hatte.
"Mama?", flüsterte Marie und rüttelte sie sanft an der Schulter.
Ihre Mutter schreckte auf, drehte sich um und sah Marie mit aufgerissenen Augen an.
"E-es tut mir leid, ich wollte nur fragen, ob du etwas essen möchtest. Ich mache mir Sorgen, Mama", stammelte sie.
Ihre Mutter fing an, zu lachen. Doch es klang nicht fröhlich sondern hart und verbittert.
"Ha, du machst dir Sorgen, nur weil ich den ganzen Tag im Bett liege und nichts esse? Du willst doch nur, dass ich den Dreck, den du fabrizierst, aufwische und den gottverdammten Haushalt mache! Du bist genau wie dein Vater! Nie kann man sich für eine Weile hinlegen. Ständig ist man wegen euch auf Achse!", rief sie gehässig. "Und was ist der Dank dafür? Sich eine andere anlachen, nur weil diese jünger und hübscher aussieht und sich aus den Staub machenn und die ganze Brut zurücklassen. Verschwinde aus meinen Augen!"
Marie war schockiert. So kannte sie ihre Mutter nicht.
Sie rannte aus ihrem Zimmer.
Ihr Handy klingelte. Es war David.
"Ja?"
"Hey, wie war´s heute?", fragte er.
Und da kamen ihre die Tränen. Sie weinte und konnte nicht mehr aufhören.
"Was...aber...ich komme jetzt vorbei. Bis gleich."
Sie merkte kaum, dass er aufgelegt hatte. Sie sank auf dem Boden, vergrub ihr Gesicht in ihre Arme und schluchzte.
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Di Jun 08, 2010 10:27 pm

Wirklich guter Teil, Vicky. Schreib mal schnell weiter

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mi Jun 09, 2010 3:38 pm

danke, Lily *__* <333

Kapitel 4

Die Terrassentür wurde laut aufgestoßen. Marie musste gestern vergessen haben, sie abzuschließen. David stürmte in ihr Zimmer und fand sie auf dem Boden.
Schnell stürzte er sich zu ihr und nahm sie in die Arme.
"Hey, nicht weinen. Ich bin ja da", tröstete er sie.
Marie schmiegte sich an ihn und schniefte. Die Tränen wollten einfach nicht aufhören zu fließen.
So saßen die beiden da für eine Weile. David wiegte sie und flüsterte ihr Aufmunterungen zu.
Nach 20 Minuten hatte sie sich gefangen und erzählte ihm, was passierte.
Er hörte schweigend zu und nachdem sie fertig war, stieß er hervor: "Wie kann deine Mutter es wagen, so mit dir zu reden? Das hätte ich nie von ihr gedacht! Wenn es ihr nicht so schlecht gehen würde, würde ich sofort ins Schlafzimmer marschieren und ihr meine Meinung sagen. Kann doch wohl nicht wahr sein!"
Marie war gerührt. Sie versuchte ein Lächeln, das aber missglückte.
"Danke, ich weiß es sehr zu schätzen, aber Mama hat es auch nicht gerade leicht."
"Das weiß ich doch, Liebes, aber kein Grund, das alles an dir auszulassen. Du kannst doch nichts dafür", sagte David und streichelte ihren Kopf.
Sie zuckte nur die Schultern und schaute auf dem Boden.
David fasste mit beiden Händen ihr Gesicht und zwang sie so, ihn anzusehen.
"Wirklich nicht, Marie." Dann beugte er sich zu ihr herüber und küsste sie.
Ein wohliger Schauer lief über ihren Rücken. Es war jedes Mal etwas besonderes, wenn sie sich küssten.
Sie schlang ihre Arme um ihn und zog ihn zu sich heran.
Für einen kurzen Moment vergaß sie ihre Probleme.
Es gab nur sie und ihn.
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mi Jun 09, 2010 3:39 pm

Kapitel 5

In den nächsten Tagen hatte sich nicht viel verändert. Marie ging wie immer mit Anton zur Schule. Sie hatten den gleichen Weg, bevor Anton an der großen Kreuzung in der Innenstadt nach rechts abbiegen musste, während sie geradeaus weiterging.
Seit ihr Vater nicht mehr da war, war es sehr still im Haus. Fast geradezu gespenstisch. Die Mutter verzog sich immer noch im Schlafzimmer und redete nicht mit den Kindern. Marie traute sich seit dem einen Vorfall nicht mehr, mit ihr zu sprechen.
Wer weiß, vielleicht schmeißt sie womöglich Sachen nach mir, dachte sie grimmig.
Es machte sie traurig, dass ihre Mutter nicht mehr wie gewöhnlich bei einem schönen Wetter im Haus herumtanzte und sang. Heute war so ein Tag. Sie seufzte.
"Wenn David doch nur hier wäre....."
David war für die ganze Woche auf Klassenfahrt nach Dresden. Wie sollte sie es nur ohne ihn überstehen?
"Mann, jetzt bist du so tief gesunken, dass du ohne ihn nicht mehr kannst. Wie soll das denn weitergehen, wenn er für immer weg wäre?", schimpfte sie mit sich selber.
Ein paar Mädchen aus ihrer Klasse gingen an ihr vorbei und sahen sie abschätzend an.
Sie kicherten und flüsterten sich etwas zu und gingen schnell weiter.
Marie sah ihnen nach. "Dämliche Tussis", murmelte sie vor sich hin.
Nina, Jenny und Brianna waren die Oberzicken in ihrer Klasse. Ständig führten sie sich so auf, als wären sie die Queens und machen anderen schlecht. Marie konnte sie nicht leiden.
Sie schaute auf die Uhr. Sie war spät dran. Eilig lief sie zur Schule.
Kurz vor dem Eingang erhaschte sie einen silbernen BMW. Sofort blieb sie stehen. Der Wagen kam ihr bekannt vor. Kurz darauf ging die Fahrertür auf und ein Mann mit adrettem Anzug stieg aus. Ihr Vater! Ihr Herz setzte aus. Schnell versteckte sie sich hinter einem Baum.
Er schien zu telefonieren. Sie versuchte, zu hören was er sagte und beugte sich weiter vor.
"...ja okay....ja i.. stehe hier vor unserem Treffpunkt...warte auf dich.....kommst du..?", sagte er.
Mit wem telefonierte er da? Ihr Vater klappte das Handy zu und lehnte vor der Tür. Kurze Zeit später kam eine große, schlanke Blondine mit Bobfrisur, knielangem Rock und Blazer aus dem Schuleingang raus und ging auf ihren Vater zu. Sie umarmten sich und er gab ihr einen langen Kuss.
Marie wurde schlecht. Sie drehte sich um und lief zurück. Sie wollte einfach nur weg. Ihr kamen die Tränen. Als sie im Stadtpark war, setzte sie sich auf eine leere Bank, vergrub ihr Gesicht in ihre Arme und weinte.
Wie konnte ihr Vater es wagen, die Familie wegen ihrer Kunstlehrerin zu verlassen?
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mi Jun 09, 2010 7:37 pm

Wieder zwei super Chaps
mach weiter so

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Do Jun 10, 2010 6:03 pm

Danke <333


Kapitel 6

Marie kam es so vor, als würde sie ewig auf der Bank sitzen. Sie hatte aufgehört zu weinen und starrte in die Leere. Ihr wurde wieder schlecht, als sie daran dachte, wie ihr Vater ihre Kunstlehrerin küsste. Vor allem hätte sie nie gedacht, dass sie die Geliebte ihres Vaters war.
Frau Rosenthal war eine klassische Schönheit, sie war Single und konnte jeden haben, den sie wollte. Aber warum hast du dir ausgerechnet Papa ausgesucht?, dachte sie bitter.
Eigentlich mochte sie die Lehrerin; sie war im Gegensatz zu anderen Lehrern locker drauf und wusste, wie man mit den Schülern Spaß haben konnte. Doch Marie konnte einfach nicht glauben, dass Frau Rosenthal eine Ehezerstörerin war. Dieses Bild passte einfach nicht ins Schema. Wusste sie denn nicht, dass es Maries vater war, mit dem sie da rummachte?
Es war so ungerecht.
Allmählich beruhigte sie sich wieder.
"Soll ich das Mama erzählen? Wie würde sie reagieren?"
Noch einen Anfall von ihrer Mutter ertrug sie nicht.
"Hey, Schnecke, wasn los? Haste Liebeskummer? Solln wa dich trösten", rief eine Stimme.
Sie hob den Kopf und sah zwei ältere Jungen aus ihrer Schule. Jannik und Basti, die berüchtigten Schulschwänzer.
Sie ignorierte sie und hoffte, dass sie endlich aufhörten. Doch die Jungs grölten rum, pfiffen dabei und sangen: "Marie hat Liebeskummer, Liebeskummer. Marie hat....."
Ihr platze der Kragen und sie schrie: "Lasst mich verdammt noch mal in Ruhe, ihr Spasten!"
Sie stand auf und machte, dass sie hier wegkam.
Basti lachte und jannik rief hinter ihr: "Uuhh, Marie ist wütend. Wie putzig, jetzt geht sie nach Hause zu ihrer Mama heulen." Die beiden lachten laut auf.
Maries Herz zog sich zusammen.
Sie wusste nicht, wohin mit ihr. Ihre Mutter würde sie nicht mal zuhören wollen.
Sie hatte niemanden.
Also ging sie nach Hause.
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Do Jun 10, 2010 7:45 pm

Aaawww, toller Teil *__*

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   So Jun 13, 2010 11:47 am

Kapitel 7

Nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, hielt sie inne um zu lauschen, ob ihre Mutter daheim war. Nichts, alles ruhig. Bestimmt lag sie wieder im Bett.
Diese Atmosphäre im Haus war unheimlich. Sie ging in die Küche um sich Essen zu machen un schrie erschrocken auf, als sie ihre Mutter am Küchentisch sah.
Die Mutter sah schlimm aus. Ihre Haare waren unordentlich und filzig, ihr Gesicht eingefallen, blass und sie hatte dunkle Augenringe. Kurz gesagt, sie sah wie ein Gespenst aus.
"Mama...ich..ich dachte du wärst im Bett", stammelte Marie.
Ihre Mutter sah sie wütend an. "Hör auf, so herumzuschreien, ich habe Kopfschmerzen."
Sie hatte das Telefon in der Hand. Anscheinend wollte sie jemand anrufen, bevor Marie kam.
Jetzt rieb sie ihre Augen und murmelte: "Ach, das hat doch keinen Sinn. Ist doch eh alles verloren." Marie trat auf sie zu und fasste ihrer Mutter sanft an den Arm.
"Was, Mama?", fragte sie.
"Nichts", antwortete diese nur und sah Marie stirnrunzelnd an. "Wie spät ist es? Muss du nicht in der Schule sein?"
"Ich...nein, mir ging es nicht so gut", log sie.
Ihre Mutter sagte nichts und starrte aus dem Fenster hinaus. Früher würde sie sich Sorgen machen und Maries Lieblingsessen kochen, damit es ihr wieder besser ging.
Da sie sich unbehaglich fühlte in der Gegenwart ihrer Mutter, ging sie auf ihr Zimmer.
Kurz danach fing ihre Mutter an zu weinen und sie hörte ein dumpfes Geräusch.
Dann war alles totenstill. Sie wollte nach unten, doch dann hörte sie sie schreien:
"Du verdammtes Arschloch, was fällt dir ein? Du hast alles zerstört! Alles! Und mich und die Kinder allein zurückgelassen! Verreck doch in deinen Liebesnest!" Es klirrte gewaltig.
Marie schrak zurück. Ihre Mutter hatte einen Anfall, so viel war sicher. Und das gute Geschirr musste dafür büßen.
Wieder war es still. Nur das Schluchzen der Mutter war zu hören.
Ich halte das nicht mehr aus dachte Marie und hielt sich die Ohren zu. Eine Sekunde noch und ich sterbe.
Schnell rannte sie wieder aus dem Haus.
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   So Jun 13, 2010 7:31 pm

Hmm, ich bin gespannt, wie das noch weitergeht

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mo Jun 14, 2010 9:42 am

Kapitel 8

Marie wusste nicht wohin mit ihr, daher lief sie zu Antons Schule. Er müsste in jeden Augenblick Schluss haben. Wie erwartet stürmten hunderte von Grundschülern aus dem Schuleingang, als sie ankam. Heute musste wohl diese komische Veranstaltung sein, sodass alle früher gingen konnten. Zumindest hatte Anton ähnliches erwähnt. Marie sah ihren Bruder und winkte ihn zu. Erstaunt riss er die Augen auf und rannte zu ihr.
"Marie? Wieso bist du denn hier? Ich dachte, du hättest noch länger als ich", sagte er verwirrt.
Sie schaute ihn fröhlich an.
"Aach, mir ging es nicht so gut, hatte Kopfschmerzen und bin früher gegangen. Jetzt geht es wieder und da dachte ich, warum hol ich meinen kleinen Bruder nicht ab? Ist ja schon ne Weile her, dass ich dich letztens abgeholt hatte", zwitscherte sie.
Anton sah sie stirnrunzelnd an, sagte aber nichts. Das war auch gut so. Hätte er nachgefragt, würde sie wahrscheinlich losheulen. In Wirklichkeit wollte sie nicht, dass er nach Hause kam und sah, wie die Mutter drauf war.
"Wollen wir zu Mecces?", fragte sie ihn.
"Um die Zeit? Mama findet es bestimmt nicht toll, wenn wir das Mittagsessen auslassen und woanders essen gehen", antwortete er.
Marie zögerte kurz. "Ach, Mama macht das nichts aus. Sie erlaubt es uns. Deswegen bin ich ja hier."
Er sah sie strahlend an. "Wirklich? Das ist ja echt mal saugeil von ihr!"
Sie schnappte nach Luft. "Anton! Sag dieses böse Wort nie wieder, besonders nicht vor Mama."
Meine Güte, sie hörte sich wie eine altmodische Frau an. Sie wunderte sich, woher Anton solche Wörter kennt.
Ich denke, es wird höchste Zeit, dass ich ein Auge auf ihn werfe.
"Was denn? Sei doch nicht so spießig, alle aus meiner Klasse sagen saugeil", erwiderte er nur.
"Anton!"
"Jaja, Schwester. Wollen wir jetzt gehen? Ich verre...sterbe gleich vor Hunger", maulte er.
Marie schüttelte nur den Kopf.
"Hä? Aber eben hast du gesagt, wir dürfen", beschwerte er sich.
"Was? Natürlich dürfen wir, jetzt gehen wir auch, komm" antwortete sie und zog ihn mit sich.
"Aber warum hast du eben den Kopf geschüttelt?" Er ließ einfach nicht nach.
Sie seufzte. "Ach vergiss es."
"Ich will es aber wissen!"
"Still jetzt, oder du bekommst gar nichts."
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mo Jun 14, 2010 7:15 pm

Jaja, kleine Geschwister xDDD
weiter so Vic

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Di Jun 15, 2010 4:36 pm

ja, kenn ich auch xD mein bruder ist da auch nicht viel anders Very Happy


Kapitel 9

Bei Mecces angekommen, bestellte Marie sich nur eine Cola und Pommes, während Anton auf seinen BigMac Menü bestand.
"Den kriegst du eh nicht alles in deinen Magen", schimpfte sie, doch er streckte ihr bloß die Zunge raus.
Sie suchten sich einen Platz am Fenster und aßen schweigend. Anton schmatzte die ganze Zeit.
"Mund zu beim Essen und hör auf zu schmatzen", wies sie ihn zurecht und er erwiderte mit vollem Mund: "Aber esch schmeckt scho gut."
Sie seufzte, schüttelte den Kopf, stützte ihr Kinn mit der Hand und schaute gedankenverloren aus dem Fenster
Plötzlich klingelte ihr Handy. Rasch zog sie es heraus.
"Ja?", hauchte sie.
"Hey, Liebste, ich bin´s. Geht es dir schon besser? Hast du mich vermisst?" Davids Stimme war zu hören.
Ihr Herz machte einen Sprung und sie lächelte glücklich.
"David! Ich bin so froh, dass du angerufen hast. Mir geht es...etwas besser. Natürlich vermisse ich dich. Jeden Tag ein bisschen mehr."
Anton verdrehte die Augen und diesmal war sie es, die ihm die Zunge rausstreckte. Was verstanden schon kleine Brüder über die Liebe?
"Mir geht es genauso, Süße. Ich bin froh, wenn ich wieder zurück bin und dich in meine Arme schließen kann", seufzte er.
Sie wurde rot.
"Ich auch", flüsterte sie. Dann fragte sie: "Was hast du denn bis jetzt so gemacht in Dresden?"
"Ach, wir hatten eine Stadtrundfahrt gemacht, ein paar Museen besucht, sowas halt. Ziemlich lagnweilig. Es ist echt öde ohne dich", antwortete er.
"Ach David."
Sie redeten noch eine Weile und dann musste David Schluss machen.
Sie klappte ihr Handy zu und fühlte sich etwas besser.
Bis sie in das erschrockene Gesicht von Anton sah.
"Was? Ist alles okay", fragte sie verwirrt.
"Papa...ich hab ihn gesehen....mit einer Frau...", stotterte er.
Sofort zog sich ihr Herz zusammen.
"Wo? Wann?" , stieß sie mühsam hervor.
"Gerade eben, als du mit David telefoniert hast. Er war mit dieser Frau auf der gegenüberliegende Straße. Er hatte sie auf die Wange geküsst und dann war er ins Auto gestiegen und losgefahren."
Sie biss sich auf die Lippen. Ihr Vater stand vor ihren Augen und sie hatte es nicht bemerkt.
Schnell trank sie ihre Cola aus, packte Antons Menü zusammen und stopfte es in ihre Tasche. Anton sah sie erstaunt an.
"Komm, Kleiner. Wir gehen." Sie zog ihn mit, bevor er protestieren konnte.
"Frau Rosenthal kann noch nicht so weit kommen."
"Wohin gehen wir", fragte Anton und atmete schnell. Sie waren in Laufschritt gekommen.
"Das erzähle ich dir später. Wir spielen Detektiv", antwortete sie nur.
"Echt? Ist ja cool!" Wie in einem Actionfilm", schwärmte er.
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Di Jun 15, 2010 5:37 pm

Jaja, kleine Jungs Wie mein Cousin xDDDD

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Do Jun 17, 2010 6:14 pm

xDDD ja, aber wir haben sie irgendwie trotzdem gern Wink >.<

Kapitel 10

Mit Anton an der Hand lief sie Frau Rosenthal hinterher.
Sie ging an einem Café vorbei, dem Sunset- ein sehr beliebter Platz für Jugendliche - und bog schließlich nach rechts ab. Soweit Marie wusste, lag dahinter das Rotlichtviertel. Dieser Bereich ist ziemlich ruhig und grenzt sich vollkommen von dem Stadtzentrum ab. Ein richtiges Ghetto eben. Was will sie denn da? Etwa anschaffen gehen?, dachte Marie sich und verwarf den Gedanken wieder. Ihre Kunstlehrerin hatte das doch nicht nötig, außerdem war sie mit ihrem Vater zusammen. Jeannette Rosenthal drehte sich kein einziges Mal um und beschleunigte ihre Geschwindigkeit. Nach etwa 100 Metern hielt sie plötzlich an und holte ihr Handy heraus. Marie wäre fast in sie hineingelaufen. Schnell schaute sie sich suchend nach einem Versteck um, sah eine Spalte zwischen zwei Müllcontainern und zwängte sich mit Anton rein. Anton wollte etwas erwidern, doch sie hielt ihm einen Finger vor dem Mund und nickte verschwörerisch. Er sah sie abenteuerlustig an.
"Was gibt´s, Süße? Ja ich bin gerade auf dem Weg zu dir. - Was? - Achso, du willst herkommen? Wieso? Gibt es Stress mit dem Sugar Daddy? - Du Arme, ja ich warte vor Nr. 14." Sie klappte ihr Handy zu und drehte sich um. Maries Herz klopfte.
Gleich würde sie an ihnen vorbeigehen und sie bemerken.
"Bitte lieber Gott, lass sie uns nicht erwischen", flüsterte sie und drückte Antons Hand.
Er tätschelte ihren Arm. Beide hielten den Atem an, als Jeannette näher kam. Marie schloss die Augen und zählte bis zehn.
Dann war das Klackern der Stiefeln nicht mehr zu hören.
Anton fand als erster die Sprache wieder.
"Boah, wie cool war das denn?", schwärmte er.
Sie schaute ihn an und meinte nur: "Es wird bestimmt noch cooler kommen. Los, lass uns ihre Fährte aufnehmen."
Sie kam sich vor wie bei einer Schnitzeljagd. Nur das hier war alles andere als lustig.
Sie blickte sich suchend um.
"Verflucht, wo ist sie bloß?"
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Do Jun 17, 2010 6:29 pm

Zitat :
"Boah, wie cool war das denn?", schwärmte er.

Nur kleine Jungs können das cool finden
Bin gespannt, was da passiert

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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Sa Jun 19, 2010 4:46 pm

jap, du sagst es Wink ich würd sowas voll lächerlich finden xD


Kapitel 11

Marie war sauer auf sich selbst, dass sie Frau Rosenthal verloren hatten.
Anton zappelte mit seinen Füßen rum. Das machte er immer, wenn er nervös oder aufgeregt war. Marie tippte auf Letzteres.
Wo kann sie nur hingegangen sein? Denk nach, denk nach!
"Und was nun? Die Frau haben wir aus den Augen verloren", sagte Anton in dem Moment und sie unterbrach ihre angestrengten Überlegungen.
"Ja ich weiß, das war wirklich dumm von mir. Wir müssen sie unbedingt schleunigst finden."
"Sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben. Außerdem, was meinte sie mit Nr. 14?"
Marie rätselte darüber, als es ihr wie Schuppen vor den Augen fiel. Natürlich, damit war doch eine Hausnummer gemeint! In dem Fall die Nr 14. Sie sah sich hastig nach ihren Bruder um.
"Komm, ich weiß jetzt wo unser Zielobjekt ist." Sie hörte sich an wie in einem schlechten Krimifilm, aber ihr war das egal.
Gemeinsam rannten sie wieder zurück. Marie nahm sich die Hausnummern, an denen sie vorbeiliefen genau ins Auge.
Plötzlich hielt sie an. Keine 50 Meiter vor ihnen stand die Kunstlehrerin. Marie zog Anton schnell hinter eine Lücke zwischen zwei Häuser.
Wohl eher schmutzige Bordelle, dachte sie sich grimmig. Sie konnte nicht fassen, an so einem Ort zu sein.
Jeannette Rosenthal lehnte lässig an einer Laterne und zog an ihrer Zigarrette.
So ne dumme Tussi, die würde ihre Haut total ruinieren. Marie wünschte sich, dass ihr Vater seine Geliebte dadurch fallenließ und zu ihnen zurückkehrte. Anton drückte ihren Arm.
"Auf wen wartet sie denn", flüsterte er.
"Ich weiß nicht, das werden wir gleich sehen."
In dem Moment bog eine Brünette um die 24 Jahre von rechts ein und kam auf Jeannette zu.
Sie trug einen schwarzen Minirock aus Leder, mit einem Paillettengürtel dran, einem roten Top mit extrem weitem Ausschnitt, sodass ihre übergroßen Brüste - die bestimmt Implantate waren - fast herausquollen und 10cm hohe Pumps.
Nuttenschuhwerk, dachte Marie abschätzend.
Sie kannte diese Frau. Basti, einer der Idioten, die Marie heute im Park blöd angemacht hatten, hatte vor einer Woche damit rumgeprahlt, "eine geile Tussi gechapert" zu haben.
Marie zog angewidert ihr Gesicht und konzentrierte sich auf die beiden Personen.
Sie schienen sich sehr gut zu kennen, denn sie umarmten sich herzlich und Jeannette küsste der anderen auf die Wange und fragte:
"Es ist so schön, dich mal wieder zu Gesicht zu bekommen, Betty. Wie geht es dir?"
Betty, das war wohl ihr Name, erwiderte: "Ja ich freu mich auch, dich zu sehen. Mir geht es ganz gut. Was hast du denn für Neuigkeiten? Etwa einen neuen Mann?" Sie wackelte anzüglich mit den Augenbrauen.
Jeannette kicherte und antwortete: " Ja, du hast es erfasst. Aber es gibt nur ein Hindernis, das unserer Liebe im Weg steht.
"Echt? Daa hört sich ja nicht gut an. Ich habe ungefähr eine Stunde frei, lass uns zu mir gehen. Dann können wir wie in alten Zeiten miteinander rehen, Schwesterherz."
Marie hielt geschockt den Atem an.
Das konnte unmöglich sein! Ihre Kunstlehrerin war mit einer solchen Person verwandt?
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Mi Jun 23, 2010 2:10 pm

Kapitel 12

Sie konnte es immer noch nicht fassen. Was für Geheimnisse hatte diese Frau noch? Beinahe hätte sie die beiden Frauen aus den Augen verloren, als sie etwas zu lange zur Salzsäure erstarrt war.
"Wo sind sie hingegangen", fragte sie Anton.
"Ähm, geradeaus waren sie gegangen und dann sind sie in die Einmündung da vorne abgebogen."
"Ah, dann gehen sie zürück in die Innenstadt. Sehr gut."
Gemeinsam nahmen sie die Verfolgung wieder auf. Doch als sie wieder vor dem Café Sunset standen, war von ihre Kunstlehrerin und ihrer Schlampenschwester weit und breit nichts zu sehen. Marie seufzte frustriert auf.
"Das kann doch wohl nicht wahr sein!" Anton sah sie mitleidig an und tätschelte ihren Arm.
"Naja, nicht jeder hat beim ersten Mal Erfolg, Schwesterherzherz. Nicht mal Sherlock Holmes", meinte er und zuckte mit den Schultern.
Sie sah ihn kurz verwirrt an, fasste ihn an den Schultern und schüttelte ihn.
"Verstehst du es nicht? Das war sehr wichtig für mich. Diese Frau hätte mich nciht entwischen sollen. Diese Chance bekomme ich wahrscheinlich nie wieder", sagte sie verbittert und ließ ihn los.
Anton sah sie mit großen Augen an.
"Wer war das überhaupt?"
"Ach...niemand den du kennst", wich sie aus. "Komm, lass uns nach Hause gehen."
Zurück in die Hölle, fügte sie innerlich hinzu.
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Tyler Lockwood
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   Do Jul 01, 2010 1:49 pm

Kapitel 13

Sie gingen eine Weile, als Anton plötzlich stehen blieb. Marie drehte sich um und runzelte die Stirn. "Was ist? Kommst du etwa nicht?"
Er sah sie trotzig an. "Du hast gesagt, Papa macht Urlaub in Mallorca. Aber stattdessen ist er mit einer fremden Frau unterwegs gewesen. Was soll das ganze?"
Shit! Marie sah ihn mit aufgerissenen Augen an. Wie konnte ein so kleiner Junge so logisch denken? Das war mehr als unheimlich. Und jetzt musste sie alles ausbügeln.
"Also..ähm...", sie zögerte unter Antons forschem Blick. "Das wird Papa auch machen...er musste nur...etwas ähm..erledigen. Er fliegt erst heute Nachmittag." Das war echt mal miserabel.
"Aha. Und was hat er die letzten Tage so gemacht?" bohrte Anton nach.
Am liebsten wollte Marie einen Lappen in seinen Mund stopfen. Doch sie riss sich zusammen und antwortete gepresst: "Er war am Flughafen. Hatte in dem Flugzeug übernachtet. Sein Flieger hatte eine technische Störung. Er wollte eigentlich nach Hause gehen, aber die Leute da meinten, es wäre besser, zu bleiben, da das Flugzeug jeden Moment startklar ist und sie wollten nicht noch mehr Zeit vergeuden." Das klang doch schon viel besser.
Anton nickte vor sich hin.
"Achso, okay."
Glück gehabt.
Schweigend setzten sie ihren Weg fort.
Zuhause angekommen, schob Marie ihren Bruder sofort aufs Zimmer. Er brauchte das ganze zerbrochene Porzellan in der Küche nicht zu sehen. Anton prostestierte nicht, da sie ihn sein BicMac-Menü gab und er sich sofort darüber hermachte.
Jetzt sah sie sich in der Küche um. Überall lag das kaputte Geschirr auf dem Boden vetstreut. Sie stieß einen Seufzer aus, zog sich Handschuhe an und machte sich an die Arbeit.
Ihre Mutter lag wieder im Bett.
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Vicky Donovan
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BeitragThema: Re: Glücksgefühle   So Jul 04, 2010 7:04 pm

Kapitel 14

Als Marie fertig war, ging sie auf ihr Zimmer, holte sich eine Packung Toffifee und verdrückte die alle.
Das ist also Frustessen. Hätte nie gedacht, dass ich so tief sinken würde.
Sie schaute aus dem Fenster. Kinder spielten im Garten und lachten. Die Sonne stand immer noch hoch am Himmel. Am liebsten würde sie mit David etwas unternehmen.
Zwei Tage noch, dann bist du wieder bei mir,dachte sie sehnsüchtig. Irgendwo unten in der Diele klingelte das Telefon. Für sie konnte es nicht sein. Sie hatte sich jahrelang von allen abgekapselt, also wer sollte sie jetzt noch beachten? Polternde Schritte waren zu hören. Es war Anton, der abhob. Kurze Zeit später klopfte es an ihrer Tür und Anton lugte herein.
"Ich möchte mit Flo noch in den Park, er hat eben angerufen. Ich komme um 19 Uhr wieder. Ist es okay?", fragte er.
"Mach nur", erwiderte sie gedankenverloren.
Jetzt fragte er sie sogar schon um Erlaubnis. Sonst wäre es die Mutter gewesen, die ihr Einverständnis gab.
Er muss wohl gemerkt haben, dass Mama nicht ansprechbar ist, dachte sie. Schlauer Bursche.
Die Haustür fiel krachend zu und es wurde wieder still. Marie blieb eine halbe Stunde regungslos sitzen, bis sie es nicht mehr aushielt und ebenfalls das Haus verließ.

In der Hoffnung, ihre Kunstlehrerin über den Weg zu laufen, ging sie in die Stadt.
Sie hielt überall Ausschau, doch fand Frau Rosenthal nicht.
Wieso mache ich mir überhaupt die Mühe? Sie schüttelte den Kopf und beschloss, sich ein wenig in den Läden umzugucken. Sie brauchte dringend neue Klamotten, ihre Lieblingsjeans war unten schon vollkommen ausgefranst.
Also ging sie zu Lollipop, ein Klamottenladen, der sich ausschließlich an die jungen Leuten orientiert ist. Die Inneneinrichtig war sehr schick. In der Mitte waren drei Mannequinns aus Plastik, die die neueste Mode trugen, rechts davon hingen die Hosen und links die Oberteile; weiter hinten befindet sich die Dessous-Abteilung. Eine Wendeltreppe in der linken Ecke führte nach oben zu den Schuhen und den Klamotten für Männer. Marie ging zu den Ständern mit Röhrenjeans und suchte sich ihre passende Größe aus, als sie hinter sich kichernde Geräusche wahrnahm. Sie drehte sich um und stöhnte innerlich.
Bitte lieber Gott, tu mir das nicht an. Lass es nicht wahr werden.
Vor ihr standen Nina, Jenny und Brianna, die Zicken die sie heute morgen auf dem Schulweg getroffen hatte.
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